Gesundes Wohnen

A U S S T E L L U N G   V O M   0 9 .   B I S   2 9 .   S E P T E M B E R   2 0 0 8 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als einen „Zustand vollständigen körperlichen, geistig-seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur der Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen“.
(Definition aus der Gründungserklärung der WHO vom 22. Juni 1946)

Der Schreiner gestaltet wesentliche Bereiche des Wohnumfeldes. Über die Fenster, den Innenausbau bis hin zu Einbauschränken und Möbeln verarbeitet er eine Fülle von verschiedenen Materialien in den unterschiedlichsten Konstruktionen. Damit nimmt er an vielen Stellen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Wohngesundheit seiner Kunden. Im Zusammenspiel mit dem Kunden hat er viele Möglichkeiten, ein gesundheitliches Wohnumfeld zu schaffen.

Voraussetzung dafür ist eine besondere Qualifizierung, um auf die speziellen gesundheitlichen Belange des Kunden kompetent eingehen zu können. Deshalb hat der Landesfachverband Schreinerhandwerk Baden-Württemberg ein Qualifizierungskonzept entwickelt, durch das der Schreiner zwar nicht zum „Gesundheitsberater“ geschult wird, jedoch seine Mitverantwortung im Bereich der Wohngesundheit kennen lernt und gezielt auf weitergehende Möglichkeiten der Diagnose und Sanierung in angrenzenden Wohnbereichen hinweisen kann.


Dabei kann der Qualifizierungslehrgang nur ein fundierter Einstieg sein. Materialien werden in immer neuen Kombinationen auf den Markt gebracht, wissenschaftliche Erkenntnisse ermöglichen neue Zusammenhänge, Praxiserfahrungen beeinflussen Konstruktionen – all dies erfordert eine längerfristige Fortbildungsverpflichtung, um den Anspruch an einen „Fachbetrieb für Gesundes Wohnen“ erfüllen zu können. In diesem Sinne werden regelmäßig fachliche Angebote in Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen (z. B. dem Informationszentrum für betrieblichen Umweltschutz (IBU) des Wirtschaftsministeriums BW) und Partnern entwickelt, um die Betriebe immer wieder auf dem neuesten Stand weiterzubilden.

In der Ausstellung werden Besucher vor Ort über die Bedeutung des Wohnumfeldes für die eigene Gesundheit, über mögliche Verbesserungsmaßnahmen und die Vorzüge des Werkstoffes Holz informiert.
Und der Informationsbedarf ist groß, denn in Möbeln, Innenausbauten, Fußböden, Tapeten oder Anstrichen können größere oder kleinere Mengen Formaldehyd, Lösemittel, Weichmacher oder andere gesundheitsbelastende Stoffe enthalten sein.


Vor allem in Neubauten wird künftig auch der Schimmelpilz verstärkt für Probleme sorgen. Täglich fallen durch Kochen, Backen, Atem, Schweiß und Duschen über 10 Liter Feuchtigkeit in einer vierköpfigen Familie an. Im Zuge effizienter Energieeinsparmaßnahmen werden die Häuser jedoch immer besser gedämmt und abgedichtet. Wird die Feuchtigkeit nicht ausreichend nach außen abgeführt, kann sie sich an kalten Stellen absetzen und dort zur Schimmelpilzbildung führen.

Qualifizierte „Fachbetriebe für Gesundes Wohnen“ können ihren Kunden zeigen, wie gesundheitliche Belastungen wie Schimmelpilze und andere Schadstoffe im Haus erkannt, minimiert und verhindert werden können.

Die Ausstellung Gesundes Wohnen und Schreinerinnung Biberach ist zu besichtigen vom 09. bis zum 29. September 2008 in der Kreissparkasse Biberach. Organisiert wurde die Ausstellung von den Fachbetrieben für Gesundes Wohnen und der Schreinerinnung Biberach.


Weitere interessante Infos auch unter:

http://www.wohnen-sie-gesund.de und

http://www.umweltgemeinschaft.de


A U S S T E L L U N G S B I L D E R . . . 


Verbände und Organisationen    Impressum    Kontakt